SPERL Schaftfräser beschichtet mit Zirkoniumcarbo- nitrid (ZrCN)

SPERL Schrupper und Schlichter mit Zirkoniumcoating.
SPERL Schrupper und Schlichter mit Zirkoniumcoating.

ZrCN besitzt eine exzellente Beständigkeit gegen Korrosion und abrasiven Verschleiß, sticht hervor durch seine hohe Härte, durch seine tribologischen* Eigenschaften und durch seine Zähigkeit. Gegenüber dem bekannten bläulichen ZrN weist das gelbgoldene ZrCN eine erhöhte Abriebfestigkeit auf, wie sie besonders beim Zerspanen von Si-haltigen Al-Legierungen gefordert ist.

 

Zerspanung:

Die ZrCN-Beschichtung ist besonders geeignet für die Bearbeitung von Aluminium-Legierungen und eine gute Wahl für die Bearbeitung von nichteisenhaltigen Metallen. Hier kommt zum Tragen, dass die ZrCN-Schicht kaum mit Leichtmetallen kaltverschweisst. In Verbindung mit der hohen Härte bietet ZrCN deshalb eine hervorragende Lösung zum Zerspanen für Si-haltige Al-Legierungen bis etwa 8% Si-Gehalt. Für die Bearbeitung von Fiberglas, Nylon und die Mehrzahl der Polymerwerkstoffe wird die ZrCN-Schicht auch empfohlen.

 

Stanzen und Umformen:

Für Applikationen im Bereich der Leichtmetalle, bei denen die TiN-Beschichtung zu Kaltaufschweißungen führt ist ZrCN hervorragend geeignet. Genauso, wenn ein erhöhter Korrosionsschutz bei gleichzeitig hohem Abriebwiderstand gefordert ist.

 

Beschichtungsprozess:

Die ZrCN-Schicht wird mittels Arc-Technologie hergestellt. Diese erlaubt die haftfeste Beschichtung von Substraten wie VHW, HS und vielen anderen Werkstoffen bei Temperaturen bis 450 °C.

 

Eigenschaften von ZrCN:

- extrem hohe Verschleißbeständigkeit

- hohe Härte

- exzellente Korrosionsbeständigkeit

- niedriger Reibungskoeffizient

- gute Haftung der Schicht

 

In Zahlen:

- Härte: 3.100 ± 300 HV

- Maximale Einsatztemperatur: 600°C /1.110°F

- Reibungskoeffizient gegen Stahl: 0,5

- Schichtdicke: 1-4 µm

- Farbe: gelblich-gold

 

*Tribologie (griechisch: Reibungslehre) befasst sich mit der wissenschaft-lichen Beschreibung von Reibung, Verschleiß und Schmierung sowie der Entwicklung von Technologien zur Optimierung von Reibungsvorgängen, die auch als "wechselwirkende Oberflächen in relativer Bewegung" oder "tribologisches System" bezeichnet werden. Tribologie wird interdisziplinär von Maschinenbauern, Werkstoffwissenschaftlern, Physikern und Chemikern betrieben. Die bekannteste Rechengröße der Tribologie ist der Reibungs-koeffizient.